In einem Brief (Das Original datiert auf den 12. Juli 2016 und liegt der Redaktion TeleTalk vor) weist der Call Center Verband Deutschland (CCV) Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel auf die bestehende Rechtsunsicherheit bei der Regelung zu Sonn- und Feiertagsarbeit hin bittet gleichzeitig “um ressortübergreifende Unterstützung”. Nach dem Beschluss der Arbeits- und Sozialminister Konferenz (ASMK) Ende 2015 (TeleTalk berichtete) sollte eine bundeseinheitliche Neuregelung des Verbots geprüft werden. Nun sei bereits ein halbes Jahr vergangen, es habe sich zwar eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe konstituiert, aber bisher sei keine praxistaugliche Entscheidung getroffen worden, bemängelt der Verband in dem Schreiben.

“Die bestehende Rechtunsicherheit beeinträchtigt unternehmerische Planungen und verhindert Investitionen, die der Branche und dem Dienstleistungsstandort Deutschland zu Gute kommen könnten”, so der Verband. Die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts mit dem Verbot der Sonn- und Feiertagsarbeit in Hessen habe bereits weitreichende Konsequenzen für die deutsche Call Center-Wirtschaft. Ein bundesweites Verbot trage zudem die Gefahr in sich, dass weitere Dienste und Dienstleistungen von Auftraggebern ins Ausland verlagert würden – so der Verband, so dort Sonn- und Feiertagsarbeit erlaubt sei. Der CCV regt in dem Schreiben ein offenes Gespräch an, um die Situation zu erläutern.

Mehr unter: www.callcenter-verband.de und in TeleTalk 08/2016.